Neue Weltsicht Zeugnis ablegen über die Ganzheit des Lebens ArtNr.: BUD11-24

Tetsugen Bernard (Bernie) Glassman Roshi

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  • Zeugnis ablegen über die Ganzheit des Lebens
Tetsugen Bernard (Bernie) Glassman Roshi in einem Vortrag zum Thema "Zeugnis ablegen über die Ganzheit des Lebens"

Diese DVD wurde im Juni 2011 auf dem Kongress "Buddhismus und Ethik" aufgezeichnet.

Inhalt

Als Kind wunderte sich Bernie Glassman über die Obdachlosen, die an der Straßenecke hockten. „Warum sind die von den anderen getrennt?“, fragte er sich. Nachdem er das College abgeschlossen hatte, legte er das Gelübde ab, einige Zeit an drei ungewöhnlichen Orten zu leben: in einem Kibbuz, in einem Zen-Kloster und auf der Straße. Er lebte ein Jahr in einem Kibbuz. Dann begann er seine Zen-Studien im Zen Center von Los Angeles unter dem japanischen Meister Maezumi Roshi. Nach Jahren strenger Kloster-Praxis verstand er, dass sein Karma nicht durch Klostermauern beschränkt wird: Er sah, dass wir alle Hungrige Geister sind und dass die Hungrigen Geister er selbst sind.

Bernie Glassman wird erläutern, wie diese Erkenntnis ihn dazu führte, die vergessenen Aspekte nicht nur seiner selbst, sondern auch der Gesellschaft – Kranke, Arme, Obdachlose – zu integrieren. Er wird auch darauf eingehen, wie er dazu kam Retreats auf der Straße und im ehemaligen KZ Auschwitz zu leiten und wie diese Retreats zur Heilung beitragen.

Über den Autor

Tetsugen Bernard Glassman Roshi wurde 1939 in Brooklyn, New York, als Sohn jüdischer Einwanderer geboren. Er promovierte in Mathematik, studierte Flugzeugbau und arbeitete Anfang der 60er Jahre bei McDonald-Douglas im Weltraumfahrtprogramm der NASA.

1967 begann er mit einer traditionellen Zenschulung bei dem Zen-Meister Hakuyu Taizan Maezumi Roshi. Bernard Glassman durchlief die vollständige klassische Zen-Schulung beider japanischer Traditionen, die Koan-Praxis des Rinzai und die Priesterausbildung des Soto. Maezumi Roshi ernannte ihn schließlich zu seinem Dharma-Nachfolger und zum Abt des neu gegründeten Zen-Centers von New York.

Schon frühzeitig stellte sich ihm die Frage, wie der Dharma die Menschen erreichen kann, die ihn dringend benötigen, die dafür aber nicht in die Meditationszentren kommen: die zahllosen Gestrauchelten und Gescheiterten der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Damit wurde der in den USA lebende Zen-Meister zu einem der weltweit wichtigsten Wegbereiter und Vertreter eines sozial engagierten Buddhismus. Mit der Gründung des "Greyston-Projektes" Anfang der 80er Jahre in New York setzte er einen Meilenstein für soziales Unternehmertum und bewies, dass selbst die scheinbar völlig Gescheiterten – Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Drogensüchtige … – eine Chance zur Integration in den Arbeitsprozess und damit für ein würdevolles Leben haben, wenn ihnen Menschlichkeit und Wertschätzung entgegengebracht werden.

Das Greyston-Projekt ist ein Komplex sich gegenseitig fördernder und ergänzender Einrichtungen: eine sehr erfolgreiche Konditorei, mehrere Häuser für Obdachlose, Ausbildungsstätten für Arbeitslose, Kindergärten und Jugendhäuser, ein Hospiz für Aids-Infizierte u.v.m. Mittlerweile werden die sozial-ökonomischen Grundlagen des Greyston-Projektes an den amerikanischen Elite-Universitäten Harvard, Yale, Princeton und Stanford gelehrt.

Die traditionellen Zen-Übungen erweiterte Glassman Roshi durch eine neue und herausfordernde Praxis, den "Street Zen", was bedeutet, dass er sich mit Zazen-Schülern in den großen Städten der USA eine Woche lang allen Bedingungen des Lebens obdachloser Menschen aussetzt. Aus dieser Erfahrung erwachsen Mitgefühl und liebevolles Handeln, denn wer am eigenen Leibe die Kälte, den Hunger und die Heimatlosigkeit auf den Straßen erlebt hat, wird fortan nicht mehr gleichgültig an obdachlosen Menschen vorbeigehen können. 1994 gründete Glassman Roshi den Zen Peacemaker Orden für sozial engagierte Zen-Praktizierende, ein international aktives Friedensnetzwerk, dessen Mitglieder sich verpflichten, das was sie an Weisheit und Mitgefühl in ihrer spirituellen Praxis erfahren, durch aktives Handeln in die Welt einzubringen. Ab 2001 gründete er die Zen Peacemaker Kreise, in denen sich Menschen zur Zen Praxis, zu Studium und sozialem Engagement zusammen finden.
Seit 1996 findet unter seiner Leitung, jedes Jahr ein internationales, interreligiöses Retreat in Auschwitz statt. Ein halbes Dutzend Filme, in verschiedenen Sprachen, wurden darüber gemacht und in vielen Artikeln wurde auf diese wichtige Friedens – und - Heilungsarbeit hingewiesen. Der Schwerpunkt der Praxis während des Retreats basiert auf den drei Grundsätzen der Zen Peacemakers: Nicht Wissen, Gewahr sein und liebende Aktion. Diese Grundsätze sind auch Mittelpunkt seiner Belehrungen, die er vermehrt auch wieder in Europa anbietet. Zen-Meister Bernie Glassman ist überzeugt wenn wir uns als Teil der Welt und damit als verbunden mit allem begreifen, dann werden wir nicht von Hilflosigkeit überwältigt, sondern verfügen über unendliche Ressourcen, um an der Gestaltung einer gerechteren Welt aktiv mitzuwirken.
Medium
DVD-Video
Sprache/n
Deutsch und Englisch
Bildseitenformat
16:9
Spieldauer
85 Minuten
Produktionsjahr:
2011
Region-Code
frei
ISBN/EAN
4260155680182
Video-System
PAL

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